Auch bayernweit: Noten in Q 11 und K 12 vergleichbar
Das Kultusministerium veröffentlichte heute die aktuellen Vergleichszahlen zu den Halbjahresnoten zwischen Q 11 und K 12. Hier bestätigten sich die Zahlen des CPG, die Herr Fessel schon in der vergangenen Woche auf dem Q 11-Abend vorstellte: die Ergebnisse sind im wesentlichen vergleichbar.
Es sei allerdings angemerkt, dass sowohl Herr Fessel als auch Herr Spaenle in diesem Zusammenhang unerwähnt lassen, dass die aktuelle Q 11 noch von einer schülerfreundlichen "Rundungsregelung" bei der Notenermittlung profitiert - diese entfällt ab dem kommenden Schuljahr.
Den vollständigen Text der Pressemitteilung finden Sie hier.
Pressemitteilung des Kultusministeriums Nr. 036 vom 23.Februar 2010:
"Noten bei G8 und G9 nahezu gleich gut"
Kultusminister Spaenle gibt Halbjahresnoten der 11. Jahrgangsstufe des
achtjährigen Gymnasiums bekannt - Erstmalige Erhebung überhaupt
MÜNCHEN. Heute gab Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die
Ergebnisse der erstmaligen Erhebung der Halbjahresnoten der Jahrgangsstufe
11 des achtjährigen Gymnasiums und der Jahrgangsstufe 12 des neunjährigen
Gymnasiums bekannt. Diese bisher einmalige Maßnahme hatte der Minister in
der Sondersituation angeordnet, da Schüler in zwei unterschiedlichen
Systemen der Oberstufen parallel in den Gymnasien unterrichtet werden.
Minister Spaenle machte auch klar, dass er die Strategie des Monitorings
der Einführung der Oberstufe konsequent weiterverfolge. Dabei werden alle
Rückmeldungen überprüft. "Dies ist eine bisher einmalige Selbstbindung der
Bildungspolitik in Bayern an einer entscheidenden Schnittstelle der neuen
Oberstufe", so Minister Spaenle.
"Die Erhebung ergab, dass die Durchschnittsnoten der Schüler der
Jahrgangsstufe 11 des achtjährigen Gymnasiums und der Jahrgangsstufe 12
des neunjährigen Gymnasiums nahezu gleich gut ausfallen", so der Minister.
Er fuhr fort: "Viele Einzelmeldungen von Schülern und Eltern in den
vergangenen Wochen und ihre Befürchtung, dass der Notendurchschnitt der
Schüler der Jahrgangsstufe 11 des achtjährigen Gymnasiums gegenüber dem
der 12. Jahrgangsstufe des neunjährigen Gymnasiums deutlich abfällt, haben
sich nicht bestätigt." Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um zu
erreichen, dass die Schüler beider Oberstufe gleichwertige Bedingungen für
den Weg zum Abitur haben.
Der Minister konkretisiert: "Das Anforderungsprofil scheint - bei allem
Unterschied in der Ausrichtung der beiden gymnasialen Oberstufen -
vergleichbar und die Schüler werden in beiden Oberstufensystemen gut auf
die bevorstehenden Abiturprüfungen vorbereitet."
Die Daten der Erhebung im Überblick:
Fach und Oberstufe Halbjahresnote
Deutsch G 8 2,64
Deutsch G 9 2,85
Mathematik G8 2,83
Mathematik G 9 3,02
Englisch G 8 2,65
Englisch G 9 2,79
Latein G 8 2,52
Latein G 9 2,38
Grundlage dieser Ergebnisse ist eine landesweite repräsentative
Datenerhebung bei rund 9.000 Schülerinnen und Schülern an ca. 15 Prozent
der staatlichen Gymnasien in Bayern. Dabei berücksichtigt wurden große und
kleine Gymnasien im städtischen und ländlichen Raum.
Prozesssteuerung besteht Bewährung - Schüler werden bis zum Abitur
begleitet
"Mit aller Konsequenz lasse ich die Einführung der Oberstufe des
achtjährigen Gymnasiums weiterhin begleiten und als Prozess steuern. Mein
Ziel ist es dabei, die Schüler bei dieser Einführung zu begleiten, bis sie
das Abiturzeugnis in ihren Händen halten", so der Minister. Mögliche
Probleme will er so rasch erkennen und sie angehen.
Die Strategie der landesweiten Prozesssteuerung hat sich, dies wird anhand
der Erhebung der Halbjahreszeugnisse erhärtet, bewährt. Dabei werden
Hinweise von Schülern, Eltern und Lehrkräften aufgenommen, geprüft,
bewertet und immer dann reagiert, wenn es aufgrund objektivierbarer
Erkenntnisse nötig wird.
Landesweit getroffene Maßnahmen sind jetzt in der Oberstufe in jeder
Schule zu implementieren
Jetzt geht es um die Umsetzung der aufgrund des bisherigen onitorings
konzipierten Steuerungsmaßnahmen für die neue Oberstufe in jeder einzelnen
Schule. Dabei unterstützt das Ministerium die Lehrkräfte und
Schulleitungen z.B. durch detaillierte Handreichungen zur Umsetzung des
Grundkursniveaus. Bei Leistungsnachweisen und bei den Abiturprüfungen gilt
das Grundkursniveau fußend auf dem neuen Lehrplan als Grundlage, die
Aufgabe der Lehrer konzentriert sich vor allem auf die Vermittlung des
zentral prüfungsrelevanten Kernstoffes an die Schülerinnen und Schüler.
Bisher drei Erhebungen durchgeführt
Um die Einführung der neuen Oberstufe steuernd zu begleiten hatte Minister
Spaenle bisher drei Erhebungen durchführen lassen. Die jüngste - nämlich
die Erhebung der Noten zum Halbjahreszeugnis der Schüler der
Jahrgangsstufe 11 - hatte hier strategisch eine besondere Bedeutung.
Dieser Umfrage waren zwei weitere vorausgegangen.
Im Frühjahr 2009 hatte der Minister die Oberstudiendirektoren hinsichtlich
der notwendigen Budgetausstattung zur Einführung der neuen Oberstufe
befragt und ein zusätzliches Stundenbudget in Höhe von 3,6 Prozent zur
Verfügung gestellt. Die durchschnittliche Zahl der Schüler in
Jahrgangsstufe 11 beträgt hierdurch in Kursen rund 20 und in Seminaren
rund 13.
Im Herbst 2009 hatte er die Belastung von Schülern bei den Schulen erhoben
und dabei Entlastungen durch die Um- und Abwahl von Fächern ermöglicht und
eine Ausrichtung der Leistungsnachweise auf Grundkursniveau angemahnt.
Dr. Ludwig Unger Nicole Steinbach
Tel. 089-2186 2105 Tel. 089-2186 2762
Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für
Unterricht und Kultus


